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Local CommerceKäufer sind heutzutage in einer optimalen Ausgangsposition: Informationen sind jederzeit und uneingeschränkt verfügbar. Erst Recht, wenn es sich um ein Produkt handelt, das potentielle Käufer in diesem Moment interessiert. Was kann das Produkt? Wie ist es bewertet? Hat es Fehler? Vorteile? Wo ist es günstig?

(Potentielle) Käufer nutzen das Internet zur Informationsrecherche. Vor dem Shoppen. Während des Shoppens im lokalen Laden. Und nach dem Shoppen.

Augenblick? Während des Shoppens im lokalen Laden? Wer geht denn noch in den Laden? Kaufen nicht alle mittlerweile online? Grund Nummer eins, warum Einkaufsstraßen aussterben und in Innenstädten zum Teil massive Leerstände vorhanden sind?

Falsch. Denn das Konsumentenverhalten ist wesentlich komplexer – vor allem ladenfreundlicher – als die meisten ahnen.

Das Internet ist nicht der Tod des lokalen (Offline-)Handels. Zumindest nicht des klassischen Einzelhandels, der aktiv das Medium Internet zu nutzen weiss. Eine aktuelle GfK Studie belegt: 41 Prozent der Konsumenten informieren sich online über Produkte. Gekauft wird dann aber bevorzugt LOKAL. Hier ist ein Trend mit unfassbarem Potential für den lokalen Einzelhandel.

Das lassen wir erst einmal sacken – und dann auf der Zunge zergehen. Informationen aus dem Web – lokal kaufen. Bedeutet: Findet der Interessent im Internet-Vorfeld keine Produktinformationen über seinem lokalen Händler – dann springt er ab und kauft wo anders. Diesen Verhalten hat in der Wissenschaft (und unter Marketeers…) einen Namen:

Local Commerce oder RoPo (research online purchase offline):
Der Konsument nutzt das Internet, kauft aber lokal.

Darin liegt aber nicht nur die Gefahr, dass der Interessent abwandert. Diesen Trend richtig zu nutzen, hilft einem Einzelhändler in doppeltem Sinne: Auf der einen Seite unterstützt es den Händler bei seiner Kommunikation mit seiner Zielgruppe – sofern er mit einer modernen Website und entsprechenden Verknüpfungen zu Facebook & Co. vertreten ist. Der Interessant saugt die Daten im Vorfeld mit wenigen Klicks aus dem Web – kommt und kauft bei ihm. Lokal!

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der hohe Anteil an sogenannten Spontankäufen von Verbrauchern. Der Anteil dieser Spontankäufe kann bis zu 70% des gesamten Einkaufes ausmachen. Anders gesagt – habe ich den Verbraucher im Laden, nimmt der auch mehr mit.

Soll also jeder Blumenladen, Schuster oder Kiosk einen eigenen Webshop aufbauen, bestücken und pflegen? Immerhin erfordert das Geld und fundierte Web- und Marketing-Kenntnisse, wenn es richtig gemacht werden soll. Damit sind die meisten Einzelhändler einfach überfordert. Wie also dann das Internet nutzen?

In zwei Schritten: zunächst eine gut gemachte Website als Fundament – idealerweise auf Basis eines Content-Management-Systems (CMS). Wenn möglich am Besten von Beginn an einen Profi fragen – es rechnet sich unterm Strich einfach.

BITTE NICHT: „mein Sohn macht irgend was mit Computern – der kann das bestimmt.“

Das ist ungefähr so, als würden Sie jemanden, der zwei Jahre Englisch in der Schule hatte, mit professionellen Übersetzungen beauftragen. Mit der vermeindlichen Sparlösung wird mit guter aber kurzsichtiger Absicht massiv Geld verbrannt – und die Chance verpasst, mit dem Markt zu kommunizieren.

Mit einer gut gestalteten Website hingegen – angepasst für Mobile Geräte – ist man als Einzelhändler schon auf der Höhe der Zeit. Um so besser, wenn die Site noch ein paar Kunststückchen beherrscht wie die integration von Social Media Kanälen und oder ein CRM Tool.

Im nächsten Schritt: Die Präsentation der eigenen Produkte online. Das funktioniert in der Basis in Form von Produktvorstellungen als News-Beiträge. Besser: Eine Online-Shoplösung. Klingt mächtig teuer. Ist es aber nicht! Und weit weniger aufwendig als alle paar Monate eine Werbeanzeige in Word zu designen.

Fazit: Das Internet ist nicht der Grund für das Einzelhändlersterben – sondern der Umgang mit dem Medium. Der Einzelhandel hat es in der Hand.

Wenn Sie Fragen zum Thema Local Commerce haben – Wir helfen Ihnen weiter.